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WANGEN - Die Volksbank Allgäu- West hat den 50000-Euro-Pott wieder aufgelegt. Zusammen mit der „Schwäbische Zeitung“ öffnet sie den „Spenden-Adventskalender“ ein zweites Mal. Vereine und gemeinnützige Institutionen können sich mit ihren Vorhaben für 2009 bewerben und Zuschüsse (500 bis 5000 Euro) schon 2008 erhalten.

Von unserem Redakteur Sylvio J. Godon

„Die Aktion Spenden-Adventskalender mit der Schwäbischen Zeitung war für uns Neuland, aber sie ist 2007 auf so viel Gegenliebe in der Region gestoßen, dass wir uns entschlossen haben, sie 2008 wieder zu starten“, sagt Josef Hodrus. Das Vorstandsmitglied der Volksbank Allgäu-West ist von dem Verlauf der Aktion begeistert. „Wir hatten schon mit einer dreistelligen Bewerberzahl gerechnet, aber unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen“, sagt er. Dankesschreiben reißen nicht ab Stattliche 207 Bewerbungen von Vereinen und gemeinnützigen Institutionen mit ausführlichen Unterlagen sind 2007 bei der Volksbank Allgäu- West eingegangen. 45 davon konnten im Rahmen des Spenden-Adventskalenders berücksichtigt werden, darunter 23 Hauptspenden und 22 kleinere Spenden. Und die Freude unter den mit den Spenden Bedachten war groß.

„Seit Januar 2008 erreicht uns wöchentlich mindestens ein Dankesschreiben“, weiß Hodrus zu berichten. Es sei schön, „zu sehen, wie schnell die unterstützten Projekte umgesetzt wurden“. Nummer eins im Land „Wir sind hier, statt nur in der Nähe“ laute das Motto der Volksbank Allgäu-West. Dem wolle man auch in der Zukunft treu bleiben. 2008 werde die Volksbank Allgäu-West mit der „Schwäbischen Zeitung“ die Türchen des Spenden-Adventskalenders vom 1. bis 24. Dezember erneut öffnen. Wieder stünden 50000 Euro aus dem Gewinnspartopf der Bank bereit, die nur darauf warteten, abgerufen zu werden. „Wir sind mit monatlich 15376 verkauften Gewinnsparlosen die Nummer eins unter den 175 Genossenschaftsbanken in Württemberg“, sagt Josef Hodrus. Rund 100000 Euro Zweckerträge flössen 2008 aus dem Gewinnsparen zurück in die Region. 50000 Euro im Rahmen der Aktion „Spenden-Adventskalender“, 20000 Euro in Form von VR-Mobilen, Fahrzeugen für soziale Zwecke, und 30000 Euro, die individuell in den sieben Regionen der Bank an gemeinnützige Organisationen vergeben und gespendet würden. Beim Spenden-Adventskalender 2008 habe erneut jeder Verein und auch jede gemeinnützige Institution eine Chance, sagt Hodrus. Vereine und Organisationen, die sich 2007 beworben hatten und nicht zum Zug kamen, könnten sich wieder bewerben, wenn ihr Projekt im Jahr 2008 noch nicht abgeschlossen sei, versichert das Vorstandsmitglied. Die Volksbank wolle vor allem das ehrenamtliche Engagement und die Jugendarbeit in der Region unterstützen und stärken. „Als ein Mann aus der Region lege ich sehr viel Wert darauf“, sagt Hodrus, der in Isny in der Nähe des Berghotels Jägerhof aufgewachsen ist. Gerade in der jetzigen Zeit könne es nicht darum gehen, Aufgaben zu übernehmen, die beim Staat, der Stadt oder der Gemeinde angesiedelt sind. „Die Renovierung eines Leseraums in einer Schule oder einem Kindergarten ist nicht unsere Aufgabe. Wir wollen da helfen, wo der Staat aufhört zu helfen“, betont Hodrus. Ehrenamt stützen Eintrittskarte für die Bewerbung um eine Spende aus dem 50000-Euro- Pott sei der ausgefüllte Coupon (siehe dazu auch nebenstehenden Kasten). „Wichtig ist außerdem, dass die Bewerbung gut gemacht ist und eine praxisnahe Beschreibung des Projektes enthält. Einsendeschluss ist der 31. Oktober. Ansonsten gibt es keine Vorbedingungen.“ Am 12. November werde die Jury, bestehend aus Vertretern des Vorstandes der Volksbank, der „Schwäbischen Zeitung“ und den Bürgermeistern im Geschäftsgebiet, zusammentreten und aus den Einsendungen 24 förderungswürdige Projekte küren. Neu in diesem Jahr sei das SZ-Lesertürchen, das am 13. Dezember geöffnet werde und sieben Einzelspenden enthalte, über deren Verteilung zuvor SZ-Leser abgestimmt haben. Der Region etwas zurückgeben Josef Hodrus ist sicher, dass die Volksbank Allgäu-West auch mit der Aktion Spenden-Adventskalender 2008 der Region, in der sie sich verwurzelt sieht, viel zurückgeben können wird. Das hat er bei der Besichtigung von 2007 unterstützten Projekten gespürt, beispielsweise an der Kletterwand der Sporthalle in Isny, im Erlebnis- Bauernhof „Karibu“ in Lindau oder bei der Einweihung des Marimbaphons für die Jugendmusikschule in Wangen. „Es ist schön, wenn mit Eigenleistung, Ehrenamt und viel Fleiß etwas entsteht, das ohne unsere Gewinnsparer nicht möglich gewesen wäre.“